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Aktuelles Grußwort der Ersten Bürgermeisterin

Bürgermeisterin Barbara Bogner (Foto: Fotostudio Reidinger)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

am 25. Mai ist die Datenschutzgrundverordnung in Kraft getreten und plötzlich haben alle bemerkt, wie viel Arbeit bei korrekter Umsetzung dahinter steckt – auch wir!

Sie haben durch diese Verordnung mehr Recht auf Ihre eigenen Daten bekommen, müssen bei Daten, die Sie uns zur Verfügung stellen, der Datenschutzerklärung zustimmen. Von uns erhalten Sie eine Bestätigung darüber, dass wir Ihre Daten nur zu dem von Ihnen bestimmten Zweck nutzen und diese natürlich auf keinen Fall unberechtigt weiter geben.
Diese Anhänge bekommen Sie mitgeliefert – z.B. als Anhänge an die Formulare, die Sie für Ihre Artikel für die Veröffentlichung im Gemeindeblatt nutzen.

Das Informationssicherheitsgesetz (umzusetzen in der Verwaltung intern)  und die Datenschutzgrundverordnung sind nun neue gesetzliche Schritte auf dem Weg zur digitalen Verwaltung und zum Schutz von Daten in unserer globalen von Computerprozessen gesteuerten Welt.

Auch die Volkshochschule im Hachinger Tal hat sich im kommenden Herbstsemester das Thema MEGATREND DIGITALISIERUNG gegeben. Dieser Megatrend wird in den nächsten Jahrzehnten unsere Gesellschaft in allen Bereichen durchdringen. Wir stehen vor oder sind schon inmitten eines riesigen gesellschaftlichen Wandels. Wie groß und einschneidend der Schritt in die wirklich digitale Welt ist, zeigt die Evolution der menschlichen Gesellschaft. Diese lässt sich gemessen an den dominanten Verbreitungsmedien in vier Epochen unterscheiden:  Sprache (= tribale Gesellschaft), Schrift (= Antike), Buchdruck (= moderne Gesellschaft), Computer (= nächste Gesellschaft oder digitale Welt). Die Gesellschaft muss also eine Strukturform finden, die garantiert, dass die Verteilung der jeweiligen Kommunikationsmöglichkeiten akzeptiert wird. Und sie muss eine Kulturform finden, die bestimmte soziale Phänomene in der Differenz zu anderen definiert (vgl. zukunftsInstitut; Studie: Digitale Erleuchtung).

Dieser Herausforderung der Zukunft werden wir uns alle stellen müssen. Am leichtesten kann man sich möglicherweise verdeutlichen, welchen Schritt ein jeder in der neuen digitalen Gesellschaft machen muss, wenn er Teil dieser werden oder bleiben will: Wer nicht lesen oder schreiben gelernt hat, kann in unserer Gesellschaft, die dominiert ist von Schrift und der Fähigkeit zu lesen, nicht teilhaben. Wer die Prozesse der digitalen Welt nicht beherrscht, wird an dieser Gesellschaft nicht teilhaben können. Die Jungen werden ganz leicht in den Umgang mit den neuen Medien hineinwachsen – die Kinder können sich heute schon nicht mehr vorstellen, dass es mal kein Handy oder Smartphone gab; für die junge Generation sind auch die Fernsehprogramme überholt, sie greifen auf die Mediatheken zu und holen sich nur noch, was für sie von Interesse ist – nicht was ein Sender vorgibt. Wie sehr sich diese neue Welt in unserem Alltag breit gemacht hat, sieht man deutlich an den neuen Alltagsworten, die sich ganz selbstverständlich in unserer Sprache breitgemacht haben – wie IPhone. IPad, E-Mail, WhatsApp, Dropbox, Cloud u.v.m.

Also – bleiben wir dran und „up to date“!

 

Ihre

Barbara Bogner